Montag, 8. Mai 2017

Nähkurs: Kinderkleider

Nein, ich bin nicht  Oma geworden - auf dem Foto ist nur ein Beispiel, das ich für den  Nähkurs in zwei Wochen genäht habe.
Am Samstag, 20.05. und Sonntag, 21.05.2017 werde ich an der VHS Weinheim einen Nähkurs für Kinderkleider geben. Der Kurs richtet sich vor allem an AnfängerInnen, die für Babies oder Kleinkinder ein einfaches T-Shirt und eine Hose mit Gummizug nähen wollen. Beim Shirt geht es um die Verarbeitung von Jersey, die Hose wird aus Webstoff genäht. Dabei lernen die TeilnehmerInnen grundlegende Nähtechniken für elastische und nichtelastische Stoffe kennen.
Für den Großteil meiner Leserinnen ist das nicht sehr spannend, aber vielleicht kennt ihr Leute, die sich für so einen Kurs interessieren würden und auch noch in der Nähe wohnen.

Mittwoch, 26. April 2017

MMM Urbanes Resteshirt



Vor zwei Wochen besuchte ich meine große Tochter in Frankfurt. Wie haben uns zuerst die René Magritte-Ausstellung angesehen, wie man an der Tasche sieht,  und nutzten dann das Ambiente in Bockenheim, um ein paar Fotos zu machen.


 

In letzter Zeit trage ich meistens eine schwarze Hose oder einen schwarzen Rock und dazu ein Shirt. Die meisten meiner Shirts sind aus verschiedenen Jerseyresten zusammengesetzt, wie auch dieses hier. Vorder- und Rückenteil sind aus Viskosejersey - die Ärmel oben aus Baumwolljersey und unten aus einem Glitzerfeinstrick.


Der Stoff vom Vorderteil stammt wieder aus einem der schon öfter erwähnten Restepakete (für Interessierte: Ebay-Verkäufer mdgera).


Hier habe ich die  linke Stoffseite nach außen genommen, die rechte Stoffseite sieht nämlich so aus, wobei das Orange auf dem Foto noch dezent rüberkommt.


Zum städtischen T-Shirt noch echte Stadtimpressionen: Tolle Motive ergeben sich immer wieder durch das Nebeneinander von Alt und Neu.


Städtische und ländliche Outfits und jede Menge Anregungen finden sich auch heute wieder beim MeMadeMittwoch. Danke an die Organisatorinnen.

Dienstag, 18. April 2017

Abschiedsgeschenke

Anfang März hat sich die jüngere Tochter für eine Stelle beim Europäischen Freiwilligendienst beworben, drei Tage später hatte sie die Zusage und ist nun seit dem 01. April für elf Monate in Wolverhampton. Die drei Wochen zwischen Zusage und Abreise vergingen sehr schnell und ich muss mich jetzt erstmal dran gewöhnen, dass es hier sehr still geworden ist. Die große Tochter kommt zwar oft am Wochenende, aber auch bei ihr hat das Semester wieder angefangen. Wahrscheinlich geht es allen Eltern in der Situation so - man freut sich sehr für die Kinder, die neue tolle Erfahrungen machen, aber man vermisst sie auch sehr.

Als Abschiedsgeschenk gab es eine Laptoptasche und ein Reisekissen.
 
Die Laptoptasche ist wie ein Briefumschlag genäht (Idee gesehen bei der Hobbyschneiderin 24), gefüttert mt einem schwarzen Steppstoff und auf Wunsch der Tochter mit blauem Samtband geschlossen.
Für ein Reisekissen bot sich dieser Bettwäschestoff an. Die Garnitur hatte ich vor einiger Zeit extra zum Vernähen gekauft, weil mir der Stoff so gut gefiel. Gefüllt ist das Kissen mit kleinen Styroporkügelchen.
Die Schrift für den Aufnäher habe ich auf T-Shirt-Folie gedruckt, knapp ausgeschnitten und aufgebügelt.

Jetzt hoffe ich , dass es meiner Tochter weiterhin so gut gefällt wie bisher - und im Juni werden wir sie besuchen.
Nach längerer Zeit möchte ich mich heute einmal wieder beim Creadienstag einreihen, wo es jede Woche viele , viele Anregungen für alle möglichen kreativen Projekte gibt.

Mittwoch, 12. April 2017

MMM Wasserfallshirt

Heute gibt es eine Premiere auf dem Blog: mein erstes Foto mit Selbstauslöser. Es war gar nicht so schwierig, wie ich es mir vorgestellt hatte und ist sogar brauchbar. An der Qualität kann ich ja noch arbeiten.
Zu sehen gibt es ein Shirt, mal wieder aus einem Restepaket von ebay. Ich hatte sehr wenig Stoff zur Verfügung und musste ziemlich tüfteln. Grundlage war das Shirt aus der Burda 2/2015. Den Schnitt musste ich allerdings heftig verkleinern. Da ich das Shirt schon letztes Jahr genäht habe, weiß ich nicht mehr genau, wie ich es gemacht habe, ich glaube aber, ich habe die Weite an Vorder- und Rückenteil einfach in der Mitte weggenommen und die Ärmel nach unten verschmälert. Den Schnitt würde ich in der Form wieder nähen, müsste aber erst nochmal mit dem Original vergleichen, um zu sehen, was ich verändert habe.
Als kleines Detail habe ich die roten Buchstaben appliziert. Zuerst hatte ich auf die schwarze Fläche des Vorderteils noch ein grüne Spirale genäht, das war dann aber einfach zu viel.

Alltagskleidung beim MMM - immer wieder inspirierend. Doro führt heute den Reigen an mit ganz vielen sebstgemachten Kleidungsstücken und einer Liebeserklärung an den MeMadeMittwoch.

Mittwoch, 5. April 2017

MMM Schriftkleid und Strickmantel



Nachdem ich in meinem letzten Post behauptet hatte, ich könne im Frühling keine dunklen Farben mehr sehen, gibt es heute doch wieder ein Kleid, das nicht gerade frühlingshafte Farben hat. Trotzdem ziehe ich es zur Zeit sehr gerne an, weil das Material (ein dickerer Viskosejersey) genau richtig für die derzeitigen Temperaturen ist. Wie die Farben vermuten lassen, habe ich es schon im Winter genäht. Der Schnitt ist der altbewährte Autumn Mood aus der Ottobre 05/2013.


Der Hauptstoff war ein Coupon, der für ein ganzes Kleid nicht gereicht hätte, ergänzt von einem petrolfarbenen Rest für den einen Ärmel und einem Stück Tierfelldruck für den anderen Ärmel. Damit das Ganze nicht trist wirkt, habe ich rote Bündchen drangenäht.


 Den Stoff mit der Schrift finde ich ganz großartig, während ich den Tierdruck (soll wohl Gepard sein) nicht großflächig verwenden wollte. Wie ihr wisst, nähe ich sehr gerne Kleider im Mustermix, aber es ist oft nicht ganz einfach, erwachsene Kombinationen zu finden. Manchmal muss ein Teil länger auf die Fertigstellung warten, weil mir die Kombination noch nicht zu hundert Prozent gefällt.

Auch schwarz, aber einfach die perfekte Ergänzung ist mein Strickmantel, den ich hier vorgestellt habe. Vor kurzem habe ich den gleichen Stoff noch mal in naturweiß gefunden und werde mir nach dem gleichen Schnitt aus der Knipmode 8/2013 einen hellen Mantel nähen.

Die Fotos hat dieses Mal die ältere Tochter gemacht, weil die Jüngere, die sonst fast immer die Fotos macht, am Samstag für elf Monate zu einem Freiwilligendienst nach England gereist ist. Ich muss mir wohl jetzt wirklich angewöhnen, meine Fotos per Selbstauslöser zu machen, weil ich viel seltener eine Fotografin in der Nähe haben werde.

Auch wenn meine Kleider nicht zum Motto des heutigen MeMadeMittwoch passen, möchte ich gerne teilnehmen. Gespannt bin ich nun auf die ersten Frühlingskleider, die dort zu sehen sind.

Dienstag, 7. März 2017

Ringel & Blumen


Um etwas Struktur in meine Nähvorhaben zu bringen, habe ich in letzter Zeit hauptsächlich UFOs fertiggestellt, die seit dem letzten Winter in einer Kiste lagen. Mein Fehler war, dass ich noch Ende März Shirts und Kleider zugeschnitten hatte und dann im Frühling keine Lust mehr auf dunkle Farben hatte. Nun habe ich mich im Januar hingesetzt, um endlich mal diese Kiste abzuarbeiten. Ich hoffe, dass ich es vor dem Frühling noch schaffe, die Ergebnisse zu zeigen.
Hier also mal wieder ein Mustermix-Shirt. Ausgangspunkt war der Ringeljersey aus einem meiner oft verwendeten Restepakete (MD Gera über ebay), von dem es leider nur ein kleines Stück gab. Einfach nur mit schwarz kombinieren wäre auch gegangen, aber als ich den Blumenstoff neben dem Ringeljersey sah, fand ich den Mustermix doch interessanter.
Bei mir gibt es immer wieder Universalstoffe, die sich vielfältig kombinieren lassen wie dieser Blumenjersey, den ich auch hier und hier  schon verwendet habe.


 Ursprünglich sah er so aus:


Mein Trick ist ja, Stoffe aus dem Braun-Beige-Spektrum, deren Muster mir gefällt, aber die mir farblich nicht richtig stehen, blau zu färben. Dabei entstehen Grün-Petrol-Töne, die in meine Garderobe viel besser passen. Durch das Überfärben geht zwar Kontrast verloren, dafür harmonieren die Farben anschließend sehr gut. Das Ergebnis ist trotzdem jedes Mal eine Überraschung. 
Ich färbe ziemlich oft in der Waschmaschine und meistens mit sehr guten Ergebnissen. Am wichtigsten dabei finde ich es, den Stoff tropfnass in die Waschmaschine zu geben.
Vielleicht probiert ihr es auch mal - es ist eine gute Möglichkeit nicht so ganz geliebte Stoffe oder Kleidungsstücke zu retten.

Fotos: die ältere Tochter
Shirt: Ottobre 5/2013 Autumn Mood
Rock: Burda 2/2014 (hier gezeigt)

Beitrag verlinkt mit Creadienstag

Sonntag, 26. Februar 2017

Grün- und Blaufärberei




Selmin hat auf ihrem wunderbaren Blog Tweed & Greet Anfang des Jahres zu der Mitmachaktion 12 Colours of Handmade Fashion aufgerufen. Eigentlich sollen die Beiträge bis Ende des jeweiligen Monats gepostet werden - für Nachzüglerinnen und Trödlerinnen wie mich ist es aber auch möglich, den Beitrag noch später zu verlinken.
Die Aktion finde ich jedenfalls ganz toll und steige deshalb nach zweimonatiger Blogpause mit der Farbe Grün, die im Januar dran war, wieder ein.
 Grün ist eine Farbe, die sich in meinem Kleiderschrank häufig findet, mein bevorzugter Farbton ist khaki, im Sommer auch ein helles gelbliches Grün. 
In diesem Beitrag geht es um ein Grün, das eigentlich blau war und ein Grün, das erst durch  Blau zum passenden Grün wurde.
Mein Shirt ist aus zwei älteren Shirts genäht, die ursprünglich überhaupt nicht zusammengepasst hätten. Ich bin ja bekanntermaßen Fan von Upcycling und Resteverwertung und originelle Stoffe werfe ich nie weg.
Der Stoff an den Ärmeln und am Halsausschnitt war ursprünglich hellblau, ein Jersey mit Struktur. Ich hatte ihn Ende der achtziger Jahre für wenig Geld als Rest gekauft und daraus einen Minirock und einen weiten Pullover genäht. Das Hellblau gefiel mir bald nicht mehr, deshalb habe ich die Teile dunkelgrün gefärbt (mit  Textilfarbe, nicht mal mit Waschmaschinenfarbe) . Das Ergebnis gefiel mir sehr gut, auch wenn der hellblaue Untergrund noch durchschimmert.

 Der Hauptstoff ist ein beflockter Viskosejersey, bestimmt auch schon zehn Jahre alt. Dieser war früher olivgrün mit beigem Aufdruck - eine Farbkombination , die für mich einfach unmöglich geht. Ich fand nur den Stoff so unwiderstehlich, dass ich ihn trotzdem gekauft habe. Das Shirt, das ich daraus genäht habe, war sehr schön, aber stand mir überhaupt nicht, so dass ich es fast nie anhatte. Schon mehrfach habe ich die Erfahrung gemacht, dass Stoffe in beigen oder gelblichen Tönen wunderschön werden, wenn man sie mit Blau überfärbt. So war es auch in diesem Fall. Aus der beigen Schrift wurde eine petrolfarbene, das frühere Olivgrün ist nicht mehr so gelblich und geht jetzt in Richtung tannengrün, ein Grün, das ich letzten Herbst für mich entdeckt habe.
Jetzt ergänzen sich die Stoffe farblich sehr gut. Meistens trage ich übrigens einen dunkelroten (noch nicht gebloggten) Tweedrock zum Shirt.

Den nächsten Beitrag zur 12 Colours-Aktion mit der Farbe Beige werde ich wieder nicht pünktlich schaffen, aber das Teil ist in Arbeit, obwohl Beige sonst für mich die Unfarbe ist - der Herausforderung konnte ich nicht widerstehen.

Beitrag verlinkt mit 12 Colours of Handmade Fashion: Grün

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Weihnachtskleid in letzter Minute

Wie jedes Jahr gab es dieses Jahr auch einen Weihnachtskleider Sew-Along, bei dem wunderschöne Kleider entstanden sind. Ich habe nicht daran teilgenommen, weil mich feste Termine meistens unter Druck setzen, außerdem hatte ich dieses Jahr sehr wenig Zeit, weil ich seit Mitte November jedes Wochenende einen Kurs gegeben habe. Letzte Woche  habe ich es trotzdem mit minimalem Aufwand geschafft, mir doch noch ein Weihnachtskleid zu nähen. Inspiriert hat mich Immis Kleid, das ich ganz toll finde.
 



Aus Zeitmangel habe ich allerdings nicht den Burdaschnitt verwendet, sondern einen bewährten Ottobreschnitt (Monday basic aus Ottobre 5/2013). Den  Ärmelvolant habe ich vom Burdaschnitt übernommen, allerdings gekürzt, da mich richtig lange Ärmel immer stören. So wirken die Ärmel natürlich weniger glockig.
Den Stoff hatte ich im Vorrat, einen Singlejersey, der auf der Vorderseite silbrig beschichtet ist. Leider knittert er sehr.

Ein kleines ungeplantes Extra hat das schlichte Kleid auf der Rückseite. Wie es so ist, wenn man noch schnell ein Projekt dazwischen schiebt, passierte natürlich auch hier etwas. Vor dem Zuschneiden hatte ich bemerkt, dass am Rückenteil oben etwas abgeschnitten war, weil ich es bei einem anderen Kleid als Extraschnittteil verwendet hatte. Das Teil habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, aber es wäre leicht zu ergänzen gewesen, hätte ich beim Zuschneiden noch daran gedacht. Kurz und gut, als alles zugeschnitten war, fehlten am Rückenteil genau diese sechs Zentimeter oben. Vom gleichen Stoff etwas anzusetzen, hätte ich langweilig gefunden, deshalb hab ich in meiner Spitzenkiste gekramt und dieses schöne Reststück Spitze mit Kunstleder gefunden. Das Kleid war dann schnell fertig, obwohl ich alle Säume sowie die Einfassung oben mit der Hand genäht habe.

Ich hoffe, ihr hattet entspannte Feiertage in euren schicken Kleidern. Da ich vor Weihnachten so wenig Zeit hatte, muss ich mir jetzt noch mal die Ergebnisse des Sew-Along genauer anschauen.